Mit Ihrem Besuch auf Garten & Veranda stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Informationen unter Datenschutzerklärung

Gewächshäuser für den eigenen Garten

Verfasst von MP-G&V 19.02.2019 0 Kommentare Ratgeber und Tipps,

Gewächshäuser für den eigenen Garten

 

Ihr Traum vom eigenen Gewächshaus

 
Fast jeder Hobbygärtner träumt von einem eigenen Gewächshaus im Garten, in dem man seine Pflanzen vorziehen oder auch seine Kübelpflanzen überwintern kann. Es gibt unzählige Möglichkeiten für die Nutzung eines Gewächshauses. Gewächshäuser gibt es heutzutage in nahezu allen Formen und Größen, sie sind nicht nur eine optische Bereicherung für den Garten, sondern bieten auch vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Man kann die Anbau-Saison von Gemüse erheblich verlängern, schon im zeitigen Frühjahr können einige Gemüsesorten wie beispielsweise Salat, angepflanzt werden. Andere Pflanzen, wie zum Beispiel Tomaten können bis in den Herbst hinein im Gewächshaus bleiben und die restlichen noch grünen Früchte können noch in Ruhe ausreifen. Vor dem Kauf gilt es einige Dinge zu beachten, wie Größe des Gewächshauses und Standort im Garten oder die individuelle Nutzung.
Die nachfolgenden Tipps helfen Ihnen, das für Sie richtige Gewächshaus zu finden.


Ein geeigneter Standort für das Gewächshaus


Zunächst sollten Sie einen sonnigen, möglichst windgeschützten Platz in Ihrem Garten aussuchen. Eine hohe Lichteinstrahlung ist besonders im Frühjahr und Herbst wichtig, da die Sonnenstunden noch nicht so intensiv wie im Sommer sind. Ungünstig sind auch hohe Bäume in der Nähe des Gewächshauses, da sie zu viel Schatten spenden. Der Standort des Hauses sollte sich nicht zu weit weg vom Wohnhaus befinden, um eine eventuell benötigte Steckdose leicht zu erreichen. Ein sauberer Gartenweg, der zum Gewächshaus hinführt, garantiert Spaß beim Ernten auch bei schlechtem Wetter.


Die Nutzung und Ausstattung des Gewächshauses


Haben Sie einen geeigneten Standort in Ihrem Garten gefunden, sollten Sie, je nach verfügbarem Platz, die Größe des Gewächshauses bestimmen und festlegen, ob Sie ein unbeheiztes oder beheiztes Modell bevorzugen.
Im unbeheizten Gewächshaus lassen sich viele Gemüsesorten vorziehen, kultivieren und bis in den Herbst hinein ernten. Weiterhin können auch manche Kübelpflanzen hier den Winter verbringen. Damit das Haus bei starkem Frost nicht zu sehr auskühlt und die Pflanzen erfrieren, kann man die Seitenwände und die Dachflächen mit Luftpolsterfolie auskleiden.

Wollen Sie das ganze Jahr über Gemüse pflanzen und ernten, ist ein Gewächshaus mit Heizung die bessere Wahl für Sie. Hierfür benötigen Sie eine Feuchtraum-Steckdose, die im Gewächshaus installiert wird.
Bei beiden Varianten ist die Luftzirkulation besonders wichtig. Damit, vor allem im Sommer, kein Hitzestau im Haus entsteht, sind mechanische Hebezylinder an den Dachfenstern von Vorteil. Der Zylinder ist mit einer speziellen Flüssigkeit gefüllt, die sich bei ansteigenden Temperaturen ausdehnt und das Fenster somit öffnet. Um eine optimale Luftzirkulation zu gewährleisten, sollte man tagsüber die Tür offen lassen oder einen Ventilator ins Gewächshaus stellen. Im Hochsommer sollten Sie die hohe Sonneneinstrahlung durch Schattier-Netze, die am Dach angebracht werden, abmildern, damit die Pflanzen im Inneren nicht verbrennen.

Damit mediterrane Pflanzen im Winter genügend Licht abbekommen, kann man spezielle Pflanzen-Leuchten im Gewächshaus anbringen, die allerdings ebenfalls Strom benötigen.

Wenn es die Größe Ihres Gartens zulässt, gibt es heutzutage wunderschöne Gewächshäuser in den verschiedensten Formen und Farben, rund oder sechseckig, die auch als Wintergarten genutzt werden können. Was gibt es Schöneres, in einer gemütlichen Sitzgruppe, umgeben von mediterranen Kübel- oder Hängepflanzen, im Frühling die ersten Sonnenstrahlen zu genießen.

Noch ein Tipp für Tierliebhaber, ein Gewächshaus eignet sich auch hervorragend für die Unterbringung von Landschildkröten, die das Klima im Gewächshaus und die dort wachsenden Pflanzen besonders lieben. Die Schildkröten können sogar in einem - ganz wichtig - frostfreien Gewächshaus bei ca. 5-7 Grad überwintern, da sie sich in die Erde eingraben.


Die Konstruktion des Gewächshauses


Haben Sie die Größe und die Nutzung Ihres Gewächshauses bestimmt, geht es an die Wahl der Konstruktion. Empfehlenswert für den Rahmen ist Aluminium, da es leicht und fast korrosionsfrei ist. Möglich ist auch eine Bauweise aus Holz, hierbei sollten Sie aber darauf achten, das es sich um Zedern-Holz handelt. Es ist leicht, quillt bei Feuchtigkeit kaum auf und ist besonders resistent gegen Schimmel und Fäulnis.

Als Verglasung eignet sich echtes Glas, da es sehr langlebig ist. Es werden heutzutage aber auch viele Gewächshäuser mit einer nahezu unzerbrechlichen Polycarbonat-Verglasung angeboten, die ebenso klar ist wie Glas. Eine preiswerte Variante ist die Verarbeitung von Stegplatten, die allerdings den Nachteil haben, dass sie nicht so lichtdurchlässig sind wie Glas oder Polycarbonat-Platten, aber eine sehr gute Isolierung bieten.

Zu den meisten Gewächshäusern werden Stahlfundamente angeboten, die genau passend für die jeweiligen Häuser sind und einfach aufzubauen sind. Eine andere, etwas aufwändigere Variante ist ein Sockel aus Ziegelsteinen, der passgenau gemauert werden muss, um einen perfekten Aufbau des Gewächshauses zu gewährleisten.


Kosten für die Unterhaltung des Gewächshauses


Bei den Anschaffungskosten für ein Gewächshaus sind nach oben keine Grenzen gesetzt, da es auf die Größe, das Modell und die Nutzung ankommt. Doch je größer Sie das Haus wählen, um so vielseitiger können Sie es nutzen. Wollen Sie nur etwas Salat, einige Tomaten-Pflanzen und ein paar Kräuter anbauen, werden Sie mit einem Haus mit einer Größe von sechs bis acht Quadratmetern Grundfläche auskommen. Doch sollten Sie dabei bedenken, dass Sie im Gewächshaus bequem arbeiten, Pflanzen heranziehen und eventuell Kübelpflanzen überwintern wollen. Daher ist es schon eine Überlegung wert, das Haus eine Nummer größer zu wählen, vorausgesetzt die Größe Ihres Gartens lässt es zu.

Für die Unterhaltung eines unbeheizten Gewächshauses fallen außer den Anschaffungskosten und mal einer zerbrochenen Scheibe kaum weitere Kosten an. Um dieses Gewächshaus kostengünstig frostfrei zu halten, bietet es sich an, das Haus mit einer Noppenfolie zu isolieren und mit einem Frostwächter, der mit Gas- oder Strom betrieben wird, auszustatten.

Aufwendiger und kostenintensiver ist die Ausstattung eines beheizten Gewächshauses, hier sollten Sie darauf achten, dass Sie eine Doppelverglasung oder Stegplatten wählen. Eine leistungsfähige Brennstoff-Heizung, mit Strom, Gas oder Solar betrieben, hält die Temperaturen im Winter konstant auf ca. 20 Grad, ist aber ziemlich kostenintensiv.


Vorschriften für den Bau eines Gewächshauses


Bevor Sie sich Ihren Traum vom eigenen Gewächshaus erfüllen, sollten Sie sich bei Ihrem örtlichen Hochbauamt erkundigen, ob Sie hierfür eine Genehmigung benötigen. Es gibt in den einzelnen Bundesländern unterschiedliche Vorschriften, ab welcher Größe und Konstruktion eine Baugenehmigung erforderlich ist.

Kommentar verfassen