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Ratgeber - so werden Kakteen richtig gegossen

Verfasst von DP-G&V 22.10.2018 0 Kommentare Ratgeber und Tipps,

Ratgeber für das richtige gießen von kakteen

 

Ratgeber - so werden Kakteen richtig gegossen

 

Was sind Kakteen?


Zur Familie der Kakteen (Cactaceae) werden 100 Gattungen und ungefähr 1.500 Arten gezählt. Dazu gehören zum Beispiel der Wüstenkaktus oder die Regenwaldsukkulente. Eigentlich sind diese Pflanzen wahre Hungerkünstler. Als Sukkulenten können sie in ihren Stämmen und Knollen sehr viel Wasser speichern. Aber in der Wachstums- und Blühphase müssen sie durchdringend gegossen werden.


Menschen schaffen sich häufig deshalb Kakteen an, weil diese sehr pflegeleicht sind und nicht immer wieder gegossen werden müssen. Doch leider passieren beim Gießen häufig Fehler, die dann zu ihrem Absterben führen. Dass die Pflanzen wenig Wasser brauchen weiß ohnehin jeder Gärtner oder Kakteenliebhaber. Sie gelten doch als die Spartaner unter den Ziergewächsen. Ein wenig variieren ihre Ansprüche aber doch. Deshalb wissen viele Gärtner nicht wieviel Wasser die Pflanzen brauchen.

 

Wie gießt man Kakteen?


Die Ziergewächse gehören zu den Sukkulenten und können deshalb über einen langen Zeitraum Wasser speichern. Daher müssen sie so selten gegossen werden. Zu häufiges oder zu geringes Gießen würde zu einer erhöhten Fäulnisgefahr führen. Allerdings kommen nicht alle Kakteen aus der gleichen Gegend. Neben den Wüstenkakteen, gibt es auch Pflanzen die im trockenen Bergland oder im Regenwald beheimatet sind. Daher richtet sich der Wasserbedarf von Kakteen nach ihrer Herkunft.


Obwohl den meisten Gärtnern bekannt ist, dass Kakteen selten gegossen werden sollten, werden die Zierpflanzen häufig regelrecht ertränkt. In ihrer Heimat Mexiko erleben sie durchdringende Regengüsse. Diese Art der Wasserversorgung sollten Gärtner auch zu Hause nachstellen, wenn sie die Kakteen richtig mit Wasser versorgen wollen. Das bedeutet, die Sukkulenten nur einmal im Monat zu gießen, aber dabei richtig und durchdringend. Dabei muss sich die Pflanze in einem Pflanzgefäß mit einem guten Wasserabzug befinden. Der Abzug verhindert Staunässe und Fäulnis. Der Kaktus sollte einmal so viel gegossen werden, dass das Substrat oder die Pflanzerde komplett durchtränkt wird. Danach kann die Zierpflanze trocken gestellt werden. Sie hat so lange ihre Ruhe, bis die Erde wieder vollständig trocken ist.


Wird die Zierpflanze zu häufig, aber doch wenig gegossen lässt sich ihr Wasserbedarf in der Regel nicht richtig einschätzen. Besser wäre es den Kaktus zu tauchen statt ihn zu gießen, falls der Pflanztopf das mitmacht. Bei der Anstaumethode wird der Topf in einen Kübel oder in eine hohe Schüssel mit lauwarmen Wasser gestellt. Er bleibt so lange im Wasser, bis die Erde oder das Substrat auch an der Oberfläche komplett nass sind. Erst danach wird der Pflanztopf wieder herausgenommen. Er muss gut abtropfen, bevor er wieder in den Übertopf gestellt wird. Der Kaktus braucht in den nächsten Wochen nicht gegossen zu werden. Er wird erst wieder getaucht, wenn die Pflanzerde komplett durchgetrocknet ist. Auch regelmäßiges Düngen ist unerlässlich. Sobald Mangelerscheinungen auftreten, können sie schwer behoben werden. Zimmerkakteen werden ab dem Frühjahr zirka alle vier bis sechs Wochen gedüngt. Dazu eignet sich ein im Wasser gelösten Volldünger. Bei Herbstbeginn wird das Düngen eingestellt.


Kakteen im Garten müssen im Frühling mit genügend Wasser versorgt werden. Im Sommer, nach längeren Trockenperioden muss auch zur Gießkanne gegriffen werden. Zum goldenen Herbst hin wird die Bewässerung reduziert. In der kalten Jahreszeit besteht die Gefahr, dass der Boden zu nass wird. Deshalb sollte über die Kakteen ein Regenschutz aufgestellt werden. Bei Kübelpflanzen, die überdacht überwintern, kann es im Folgejahr zur Blütenbildung kommen.

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